Graf Caspar Heinrich von Sierstorpff erwarb im Jahr 1782 die erzbischöflichen Heilquellen von Bad Driburg. An den Höfen Europas studierte er die "Eaux admirables", die Geheimnisse der Wunderwässer und dokumentierte mit wissenschaftlicher Akribie die Ursprünge dieser Kompositionen. Die Wirkung von Düften, Kräutern und Heilwässern stand im Zentrum seiner methodischen Aufzeichnungen. Er entwickelte "Dyfte für wahrliche Herrschaften" und sandte sie in kopfversilberten Flacons an den Hof des Herzogs von Braunschweig. Er folgte seiner Philosophie, dass es zu "einem Teil der Kultur und Gepflegtheit gehört, seinen eigenen unverwechselbaren Duft zu besitzen". Getreu seiner Lebenseinstellung entwickelte er für sich und seinen "Universalerben" Graf Ernst von Sierstorpff ein individuell parfümiertes Wasser, eben das der Herren von Sierstorpff.

